Mittwoch, 26. Juni 2013

Holler die Waldfee, die 1. - Holunderblütensirup

Mensch, jetzt wird es aber auch Zeit! Bei saisonalen Rezepten muss ich mich doch noch etwas mehr ranhalten. Aber beim Spazieren gehen habe ich gestern noch ein paar Holunderblüten gesehen, ihr könntet also noch ganz fix loslegen ;-)


elderflower sirup
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Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal überhaupt Holunder- (oder Holler-)blüten gesammelt! Ich bin da tatsächlich ein bisschen stolz auf mich :-D 
Denn fest geplant war der Sirup ja im Küchenkalender, allerdings brachten sowohl meine botanische Unkenntnis (Wie sieht ein Holunder eigentlich aus??) sowie meine nicht vorhandene Ahnung wo ich ihn denn finden könnte, wenn ich ihn erkennen würde, die Sache noch mal ins schwanken. Der Zufall wollte es, dass der atF beim gemeinsamen Radfahren auf einmal meinte: "Schau mal hier, alles voller Holunderblüten! Du wolltest doch Sirup machen, oder?" Wenigstens einer von uns kann also zuverlässig Laub- von Nadelbaum unterscheiden. Hochmotiviert hab ich mich am nächsten Tag mit Schere und großer Tüte bepackt wieder auf's Rad geschwungen und eine ganze Ladung Holunderblüten gesammelt :)
Also, zieht los und sammelt auch noch welche, denn dieser Sirup ist richtig lecker und in den nächsten Tagen gibt es auch noch das Rezept für ein Holunderblütengelee!



Holunderblütensirup mit Zitrone - selbst gemacht


Zutaten für etwa 3l Sirup:

3l Wasser
2kg Zucker
40-50 Holunderblütendolden (ich hatte 43)
2 Bio Zitronen
50g Zitronensäure


Zubehör:

Ein Topf für den Zuckersirup
Eine große Schüssel oder einen großen Topf mit Deckel um den Sirup ziehen zu lassen
Sterilisierte Flaschen (10 Min bei 100° in den Backofen, Deckel entsprechend in kochendes Wasser geben)


Zubereitung

Als erstes den Zuckersirup aufsetzen, damit er Zeit zum abkühlen hat. Wasser und Zucker in einen Topf geben, aufkochen und für 10 Minuten köcheln lassen. Danach abkühlen lassen.

Die Zwischenzeit kann man gut nutzen um dafür zu sorgen dass der Sirup wirklich vegetarisch wird: Die Blütendolden ausschütteln und gründlich von allem Getier befreien.

In der aktuellen "So is(s)t Italien" heißt es in der Anleitung man solle die Blüten waschen und vorsichtig trockentupfen, auf sämtlich Blogs liest man ausschütteln, sonst geht mit dem Blütenstaub so viel Aroma verloren... Ich habe mich an die Blogger gehalten, da die meisten ja regelmäßig Hollersirup herstellen und ich einfach mal glaube dass irgendwer mal einen Vergleichstest gemacht hat, der diese Behauptung unterstützt. Meine Sammelstelle war aber auch wirklich günstig gelegen, fernab von größeren Straßen, so dass ich auch kein schlechtes Gefühl dabei hatte die Dolden nicht zu waschen.
Nun die Zitronen heiß abwaschen, trocken reiben und in dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit der Zitronensäure zu den Holunderblüten geben und mit dem abgekühlten Zuckersirup übergießen. 



Nun den Ansatz abgedeckt 3 Tage stehen lassen. Hier habe ich ebenfalls die verschiedensten Angaben gefunden - von 5 Tagen in der Sonne bis zu 2 Tagen im Kühlschrank - und habe mich für einen Mittelweg entschieden: Mein Sirup stand 3 Tage abgedeckt in der Küche und es hat alles gut geklappt.

Ich hab übrigens nach Tag 1 schon mal ein Löffelchen probiert und BOAH, es war echt schwer den Ansatz dann noch zwei weitere Tage stehen zu lassen ;-)
Nach drei Tagen wird der Sirup durch ein Tuch gegeben um alle Blütenteile rauszufiltern und noch mal für ca. 10 Minuten sprudelnd aufgekocht.
Danach noch heiß in ebenfalls heiße, sterilisierte Flaschen füllen - fertig!
Jetzt kann es losgehen mit Holunderwasser, Hugo oder -  und den werde ich die Tage noch ansetzen! - mit Julianes Holunderblütensenf.



Der erste Hugo mit eigenem Sirup war schon mal oberlecker!

lumi kuke
Hugo: Sekt, Mineralwasser, Holunderblütensirup, Eis und etwas Minze


Den neuen Punkt "Zubehör" habe ich mit übrigens bei Julia von German Abendbrot abgeguckt. Mir geht's nämlich oft so, dass ich ein Rezept nur ganz kurz überfliege und nachher feststelle dass mir ein entscheidendes Gerät fehlt oder dass ich alles noch mal irgendwie umfüllen muss...


Lasst es euch schmecken!



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